
Die Geschichte Siziliens
“…..Am sechsten Tag vollendete Gott sein Werk
und, zufrieden mit all der Schönheit, die er erschaffen hatte,
nahm er die Erde in seine Hände und küsste sie.
Dort, wo seine Lippen die Erde berührte, liegt Sizilien.“
Sizilien ist die größte Insel des Mittelmeers – vulkanisch – mit dem Ätna als ihrem höchsten Berg. Sizilien, das ist aber auch Vielfalt von Landwirtschaft, Gartenbau und fruchtbare vulkanische Erde.
Schon in frühgeschichtlicher Zeit wurden Olivenbäume und Weinstöcke aus dem Osten nach Sizilien eingeführt; ebenso Mandelbaum, Pistazie, Granatapfel und die Haselnuss. Andere Importe aus dem Osten waren Johannisbrot, Maulbeere, Palme, Zitrone und die Bitterorange. Ihre süße Variante, die Apfelsine (oder süße Orange), brachten die Portugiesen im 16. Jahrhundert aus China mit auf die Insel. Die Mandarine hingegen kam erst relativ spät - vor 2 Jahrhunderten - aus Madura.
Die ersten Bewohner Siziliens waren ein buntes Völkergemisch. Erst mit dem Eintreffen der Griechen im 8. Jahrhundert v. Chr. betrat Sizilien die historische Weltbühne. Die Griechen waren es dann auch, die die ersten Küstenstädte Naxos, Syrakus, Lentini, Catania und Messina gründeten. Als Sizilien nach mehreren Kriegen aber unter die Kontrolle Roms geriet, wurde die Insel römische Provinz. Unter römischer Herrschaft erlebte die Landwirtschaft einen ungeheuren Aufschwung. Sizilien wurde zu einer enormen Kornkammer Italiens.
1130 wurde das Königreich Sizilien gegründet. Es erstreckte sich von Montecassino bis Albanien und zur nordafrikanischen Küste – bis Tunesien und Libyen. In der Folge entwickelte sich auf Sizilien auch ein faszinierendes, kulturelles Leben: Der Königshof wurde zum Zentrum von Wissenschaft, Literatur und Kunst. Dennoch blieb Siziliens Geschichte auch weiterhin wechselhaft. Französische und spanische Eroberer landeten auf der Insel, hinterließen wie ihre Vorgänger ihre Spuren und charakteristischen Einflüsse. 1861 kam Sizilien zu Italien. 1946 erhielt die Insel den Status einer autonomen Region, verfügt seit 1947 über das erste eigene Sizilianische Parlament.
Eindrucksvolle Ruinen, Tempelanlagen, Theater, Aquädukte und prachtvolle alte Bauwerke, umfangreiche Sammlungen von Skulpturen, Verzierungen, Keramik und die ungeheuren Schätze der sizilianischen Museen geben heute lebhaftes Zeugnis der vielen unterschiedlichen Kulturen, die Sizilien geprägt haben.
Gleichzeitig verdankt Sizilien diesen jahrtausendelangen multikulturellen Einflüssen auch ihre außergewöhnlich hoch entwickelte Landwirtschaft. Sie bildet die Grundlage der exzellenten sizilianischen Küche, die so abwechslungsreich und schmackhaft ist, dass sie ihresgleichen sucht.
Sizilien aus der Luft, vom Meer und vom Land aus gesehen: Das sind grüne Olivenbäume, riesige Zitronengärten und gepflegte Weinberge, die bis an den Strand heranreichen. Obst und Gemüse, alte und neue Farmen und Schuppen, üppige Farben, Düfte und Aromen – Sizilien ist ein Fest für die Sinne. Eine Insel, in die man sich einfach verlieben muss.
Die Sizilianische Küche ist fantasievoll und vielfältig. Und: Auf Sizilien nimmt man sich viel Zeit. Für einen Sizilianer ist das Kochen eben noch eine Kunst, der man allergrößte Aufmerksamkeit schenkt. Ähnlich wichtig ist das Mittag- und Abendessen. Beides nimmt man in Ruhe ein. Kein Wunder, dass Sizilien bei der „Slow Food Organisation“ ganz oben im Ranking steht.
Die schmackhafte, traditionelle sizilianische Küche ist gleichbedeutend mit unserer modernen Idee vom gesunden Essen. Sie hat ihren Ursprung in der harten Arbeit der Inselbewohner, aber gleichzeitig auch in der Lebensfreude, dem außergewöhnlichen Klima, der vielfältigen Landschaft und den starken Traditionen der Bauern.




